Torschlacht statt Neustart: Frauen 1 unterliegen der HSG Owen-Lenningen deutlich
Das mit Spannung erwartete Heimspiel der MTG Wangen gegen die HSG Owen-Lenningen, das im Vorfeld als richtungsweisend galt, endete nicht mit dem erhofften sportlichen Neuanfang der Frauen 1. Stattdessen mussten sich die Gastgeberinnen in einer torreichen Partie mit 29:38 (14:18) geschlagen geben.
Die Ausgangslage versprach im Vorfeld ein Duell auf Augenhöhe: Tabellenplatz sieben gegen acht, nur ein Punkt Unterschied und dazu die besondere Situation bei der MTG Wangen nach der Trennung von Trainer Alex Stehle. Interimscoach Michael Becker übernahm erstmals die Verantwortung an der Seitenlinie und hoffte auf einen erfolgreichen Neustart vor heimischem Publikum in der Argenhalle. Zusätzlich wollte die MTG die deutliche Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen.
Doch früh wurde deutlich, dass dieses Vorhaben schwierig werden würde. Zwar startete die MTG engagiert in die Partie und lag nach 15 Minuten mit 9:7 in Führung, doch die Gäste fanden zunehmend besser ins Spiel. Bis zur Halbzeit drehte die HSG Owen-Lenningen die Begegnung und setzte sich auf 14:18 ab.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann die größere Konstanz und Durchschlagskraft der Gäste. Mit einer starken zweiten Halbzeit (20 Tore) zog Owen-Lenningen entscheidend davon und ging mit einem komfortablen Vorsprung in die Schlussphase. Die MTG Wangen bewies zwar Moral und kämpfte sich im letzten Viertel noch einmal heran, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern.
Während die HSG Owen-Lenningen diszipliniert auftrat und sich kaum Strafen leistete, zeigte die MTG Wangen eine intensivere, aber auch fehleranfälligere Spielweise. Am Ende stand für die Gastgeberinnen die neunte Saisonniederlage.
Am kommenden Samstag bietet sich auswärts bei der SG Argental die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung.
MTG Wangen: Katrin Aumann (9), Johanna Becker (6), Marina Gabriel (3), Laura Schirnik (3), Nadine Schirnik (3), Elena Barth (2), Jennifer Baumgart (2), Clara Gauß (1), Pia Dentler, Anne Karpf, Nicole Schmid, Carina Zeiske sowie Pauline Heidt und Verena Hess.
Foto: Franz Fleschhut