M1 stürzt auf Abstiegsplatz

Schon zum sechsten Mal in Folge verlassen die Regionalliga-Handballer aus dem Allgäu das Feld als Verlierer. Wie die Wende gelingen soll.

Die MTG Wangen hat am Samstag mit 31:36 (12:18) beim TSV Weinsberg verloren. Bei den Regionalliga-Handballern sorgte die sechste Niederlage in Folge für eine große Enttäuschung. „Wir haben uns gegen eine richtig gute Weinsberger Mannschaft selber geschlagen auf der Basis von Fehlwürfen, technischen Fehlern in Halbzeit zwei und ungewohnten Schwächen auf der ein oder anderen Abwehrposition“, bedauert Wangens Coach Tobias Müller.

Allgäuer leisten sich zu viele technische Fehler

Für Wangen sollte es am Samstag eigentlich der „nächste Schritt in der Entwicklung werden“, der aber nicht von Erfolg gekrönt war. Aufgrund eines Vier-Tore-Laufs der Gastgeber von der zehnten bis zur 14. Minute und zwei erfolglosen Siebenmetern von Elia Mayer lag Wangen in der Weibertreuhalle mit sechs Toren hinten (12:18). „Dennoch sitzen wir in der Kabine und sagen, jetzt sind wir die Jäger und das Spiel ist noch nicht weg. Was die Jungs dann machen, ist schon gut, nur dann, wenn wir eine Chance hatten, Weinsberg ins Wanken zu bringen, machen wir in Summe einfach zu viele technische Fehler“, so Müller, der außerdem auch die Leistung von Weinsbergs Keeper Stefan Koppmeier positiv hervorhob. Der MTG-Coach probierte alles. „Wir haben es tatsächlich geschafft, besser in die Breite zu spielen als in den vergangenen Wochen, dennoch musste ich viel durchwechseln, weil nicht immer ein Rad ins andere gegriffen hat“, sagte Müller.

“Wir sind jetzt zum Siegen verdammt.”

Tobias Müller, Trainer der MTG Wangen

Durch den Sieg von Verfolger TV Neuhausen/Erms gegen den VfL Waiblingen rutschte die MTG Wangen auf den 14. Platz in der Tabelle. Nach momentanem Stand ist das ein Abstiegsrang - der Druck wächst. Sechs Spiele stehen in der vierten Liga noch an. „Wir sind jetzt zum Siegen verdammt“, mahnt Müller und geht verhalten optimistisch in das nächste Heimspiel gegen die elftplatzierte HSG Ostfildern am kommenden Samstag (20 Uhr).

Gute Defensive als Schlüssel

Nach Ostfildern warten noch die Duelle mit Schlusslicht TSV Blaustein, dem VfL Waiblingen (Rang 12), dem TVS Baden-Baden (Rang 4), der SG Heddesheim (Rang 8) und dem HC Neuenbürg (Rang 10) auf die Allgäuer. Das Ziel, den Abstiegsplatz zu verlassen, erreicht die MTG für den Coach nur „mit taktischer Anpassung und taktischer Disziplin den Gegner so zu stellen, dass wir die Chance kriegen. Es läuft nur über eine gute Defensive. Da müssen wir hin.“

MTG Wangen: Hölle, Wenzel (im Tor); Schopp (6 Tore, 2 Siebenmeter/2 Tore), Fischer (1 Tor), Pentzlin (1), Weber (5), Mücke (3), Dohrn (2), E. Mayer (3, 3/1), Natterer (1), Sellschopp (3), L. Maier (1), Kuhnt (1), Kohlbürger (1), Gapp (3).

Bericht: Susanne Backmeister (Schwäbische Zeitung)

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