M1 - Schwäbisch Gmünd bestätigt Favoritenrolle gegen Wangen
Nach einer starken ersten Hälfte, verlieren Wangens Handballer auswärts gegen den TSB Schwäbisch Gmünd. Manuel Kuhnt springt für den verletzten Fabian Pentzlin ein.
Schwäbisch Gmünd erfüllte sich am Samstag vor 600 Zuschauern in der Großen Sporthalle seinen Wunsch nach einem Sprung in der Regionalliga-Tabelle. Der 31:23-Sieg (13:13) gegen Wangens Handballer katapultierte den TSB von Rang vier auf den zweiten Platz hinter die HSG Albstadt. Anerkennend lobte Wangens Trainer Tobias Müller die Gastgeber: „Sie sind definitiv defensiv die beste Mannschaft in der Liga, und das wird am Ende auch ein Meisterschaftsrennen sein.“
Schon im Vorfeld war klar, dass der TSB der klare Favorit sein würde. Deshalb war es eine große Leistung, dass sich die Allgäuer in Hälfte eins nach einem Rückstand von fünf Toren (11. Minute) zur Pause auf ein Remis herangearbeitet hatten. Beim Spielstand von 3:8 nahm Müller die erste Auszeit: „Da war mir zu wenig Bewegung im Angriff und zu viele Fehlwürfe. Ich habe das Personal ausgetauscht und Moritz Sellschopp in den Angriff gebracht, damit es weniger darüber, sondern durchgeht und ein, zwei taktische Möglichkeiten für Auslösehandlungen gegeben. Niclas Hommel hat uns auch einen richtig guten Dienst gemacht im Tor.“
In der zweiten Hälfte haben sie sehr konsequent unsere Fehler bestraft und am Ende verdient gewonnen.
Tobias Müller, MTG-Trainer
Wangen drehte das Spiel, und eine Überraschung war für den Außenseiter in den nächsten 30 Minuten noch möglich. „Wir haben dann tatsächlich vorn im Angriff nicht die besten Wurfentscheidungen getroffen. Das Torhüterspiel von Schwäbisch Gmünd wurde besser. Wir kriegten dann drei bis vier Tempogegenstoßtore und Schwäbisch Gmünd setzte sich ab. Es war schon in Halbzeit eins schwer und ein harter Kampf, das Spiel zu drehen. In der zweiten Hälfte haben sie sehr konsequent unsere Fehler bestraft und am Ende verdient gewonnen“, bilanzierte Wangens Coach, der seiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen wollte, außer, „dass die Überzeugung in der zweiten Hälfte gefehlt hat, dass da was geht. Ansonsten muss ich sagen, dass Schwäbisch Gmünd uns einfach überlegen war. Sie haben das Spiel verdient gewonnen.“
Weil Fabian Pentzlin sich am Donnerstag im Abschlusstraining am Knöchel verletzte, sprang Manuel Kuhnt am Samstag am Kreis als Entlastung für Michel Fischer ein. „Er hat das sehr gut gemacht, aber wir brauchen ihn im Rückraum“, bilanzierte Müller, der auch ohne Finn Tobehn agieren musste. Ein Ersatz aus der Reserve war keine Option, denn diese hatte in der Landesliga parallel ein wichtiges Auswärtsspiel gegen die TSG Schnaitheim, das sie knapp mit 28:29 (16:16) ebenfalls verlor. So musste Simon Natterer in der Großen Sporthalle mehr oder weniger durchspielen.
Wangen hat es selbst in der Hand
Die Niederlage will Wangens Coach dennoch nicht an den Ausfällen festmachen: „Wir fahren nicht dahin, um Freunde zu gewinnen, sondern um zu punkten. Am Samstag haben wir weder Freunde gefunden, noch gepunktet. Unterm Strich ist es schade, aber kein Beinbruch. Das werden wir am Montag aufarbeiten und uns dann mit Vollgas auf Plochingen vorbereiten.“
Die MTG steht nun wieder auf Platz 13, wurde vom HC Neuenbürg überholt. Neuenbürg gelang bereits am vergangenen Freitag ein überraschender Sieg gegen Spitzenreiter HSG Albstadt. „Ich bin nur froh, dass TV Neuhausen und TV Plochingen nur einen Punkt geholt haben und nicht zwei. So haben wir es in der eigenen Hand, nächste Woche den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen“, meinte Müller erleichtert. Mit vier Punkten mehr als Neuhausen (Rang 14) und sogar sechs Punkten Vorsprung auf den TV Plochingen (Rang 15) bleibt die MTG Wangen auf Distanz zu den unteren Rängen.
Für die MTG Wangen spielten: Hölle, Hommel (beide Tor); Fischer (2 Tore), Weber (2), Schopp (4), Mücke (3), Dohrn, E. Mayer (3, 2 Siebenmeter/2 Tore), Natterer (1), Sellschopp (2), Kuhnt (4), Vonier, Gapp (2).
Bericht: Susanne Backmeister (Schwäbische Zeitung)