Der vierte Spieltag stellt die MTG Wangen gegen die HSG Langenau/Elchingen in der Pfleghofhalle vor eine große Aufgabe. Die junge Truppe trifft auf erfahrene Nau-Handballer.
Mit 6:0 Punkten stehen Wangens Handballer zusammen mit dem TSV Alfdorch/Lorch/Waldhausen, kurz Allowa, an der Spitze der Oberliga-Tabelle. Einen ähnlich guten Start legte auch der kommende Gegner (Samstag, 20 Uhr), die HSG Langenau/Elchingen hin, auch wenn sie nach zwei Siegen gegen den SV Leonberg/Eltingen und die HSG Konstanz II vergangene Woche gegen Allowa zwei Punkte verloren haben. Die Nau-Handballer bezeichneten die Auswärtsniederlage als „unnötig“ und Wangens Trainer Tobias Müller bestätigt dies: „Langenau ist sehr gut in die Saison gestartet und war auch gegen Allowa in meinen Augen besser als das Ergebnis von 31:35.“
Erfahrener Gegner
Am Samstag erwartet die junge Mannschaft der MTG Wangen ein sehr erfahrenes Team. „Da sind die Brüder Spiß, die schon in Blaustein höher gespielt haben. Jan Schaden ist ein guter Freund von mir am Kreis. Er ist ein Jahr jünger als ich, auch Felix Junginger auf Rückraumrechts. Sie haben eine Achse mit vier, fünf richtig erfahrenen Spieler und jetzt ist auch Henrik Schenk wieder zurückgekehrt. Ein wirklich körperlich sehr präsenter Rückraumspieler, der ihnen auch noch einmal Qualität verleiht“, zählt Müller unter anderem auf, der für Samstag „unterm Strich eine richtig herzhafte Aufgabe“ erwartet. „Insbesondere in der Pfleghofhalle. Das ist die Halle, neben unserer, in der Liga, die am stimmungsvollsten und am besten besucht ist. Da kommt richtig Arbeit auf uns zu. Das wird ein absoluter Gradmesser.“
“Sechs Punkte sind schön, acht Punkte sind besser.”
MTG-Trainer Tobias Müller
Nach den vergangenen zwei Last-Minute-Siegen gegen die SG Hegensberg-Liebersbronn und den TSV Blaustein ist Wangens Trainer davon überzeugt, dass „wir mit der Fehlerquote vor dem Tor, aber auch im Defensivbereich in Langenau nicht viel erreichen können.“ Der Kader ist für Samstag bei Abfahrt um 17 Uhr am P14 in Wangen gut bestückt. Felix Schuster ist wieder zurück, allerdings wird Finn Tobehn aus privaten Gründen fehlen, sodass Simon Natterer ohne direkten Back-up auf Rechtsaußen spielen wird.
„Sechs Punkte sind schön, acht Punkte sind besser“, kündigte Müller kämpferisch nach dem dritten Sieg an. Dafür braucht es am Samstag „die konsequente Umsetzung der taktischen Mittel. Mehr Mut bei den Aktionen, insbesondere offensiv und mehr Entschlossenheit in der Defensive.“
Verbesserung ist Pflicht
Nach dem gelungenen Start in die Saison muss sich die MTG Wangen nicht verstecken, dennoch bleibt Wangens Coach vorsichtig: „Wir haben eine reelle Chance. Uns ist aber auch bewusst, dass wir in Langenau alles aufbieten müssen, um zu bestehen. Wir müssen uns in nahezu allen Mannschaftsteilen im Vergleich zum letzten Heimspiel verbessert zeigen. Das wird die große Aufgabe.“
Bericht: Susanne Backmeister (Schwäbische Zeitung)