Handball-Vorbereitung - M1 profitieren von „Trotzstimmung“
Mit einem Turnier in Weinsberg und einem Testspiel gegen die HSG Dietmannsried beendeten Wangens Handballer erfolgreich den ersten Teil der Vorbereitung auf die Oberliga.
„Wichtiger ist mir die Entwicklung als das Ergebnis“, sagt Wangens Trainer Tobias Müller zufrieden, denn „da stimmt es absolut“. Aber auch die Ergebnisse der Testspiele können sich sehen lassen. Beim Turnier mit sechs Mannschaften am Samstag in Weinsberg gegen den TSV Weinsberg (Regionalliga), die SG Pforzheim/Eutingen (3. Liga), den TSV Wolfschlugen (Oberliga), den TV Hardheim (Oberliga) und den TSV Rothenburg (Regionalliga) belegten die Handballer der MTG Wangen Platz drei hinter Weinsberg und Pforzheim/Eutingen.
Couragierte Leistung
Im ersten Spiel gegen den TV Hardheim, einen direkten Ligakonkurrenten aus der anderen Staffel, hatte die MTG „von Anfang an das Spiel im Griff. Wir waren hellwach, haben vorne dominiert und dann auch folgerichtig 19:11 gewonnen“, berichtete Wangens Trainer. Gespielt wurde in zwei Gruppen über jeweils 30 Minuten. Beim nächsten Gegner aus der dritten Liga wurde es für die MTG anspruchsvoller. Der Drittligist aus Pforzheim verzieh keine Fehler. „Die ersten zehn bis zwölf Minuten konnten wir mit einer couragierten Leistung auf Augenhöhe gestalten“, so Müller, „dann waren es ein paar Fehler zu viel und Pforzheim ist auf vier Tore weggezogen.“ Immerhin schaffte es das junge MTG-Team wieder sich zu fangen, und Pforzheim gelang es nicht mehr, den Vorsprung weiter auszubauen. 11:16 stand es nach 30 Minuten.
Im Spiel um Platz drei ging es gegen den direkten Ligakonkurrenten der kommenden Saison, den TSV Wolfschlugen. Müller war nach zweimal 20 Minuten Spielzeit voll des Lobes für seine Jungs. „Das war ein massiv dominanter Auftritt. Wir haben gezeigt, dass wir Platz drei mehr wollten als Wolfschlugen. Wir haben auf eine sehr offensive Abwehr zu jeder Zeit eine Antwort gehabt und sehr engagiert verteidigt. Julian Wenzel und Mika Jaeschke haben eine gute Torhüterleistung gezeigt und so haben wir uns zwischenzeitlich auf zehn Tore abgesetzt.“ Am Ende gelang es Wolfschlugen, noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben, und das Spiel endete mit 16:12.
Kraft- und Lauftraining bis 17. August
Viel Zeit zum Verschnaufen blieb den Wangenern nicht nach dem Roch-Cup in Weinsberg. Am Montag folgte die nächste Trainingseinheit und am Dienstag ging es gleich weiter mit einem Probespiel gegen die HSG Dietmannsried/Altusried aus der Oberliga Bayern. „Die Jungs hatten noch den Kopf voll und schwere Beine vom Wochenende und dem Training, dementsprechend haben wir uns schwergetan, ins Spiel zu kommen. Es war auch brutal warm in der Halle“, meinte Müller. Mit 13:13 ging es in die Pause. Danach wurde es eindeutig, was das Ergebnis mit 31:24 für Wangen klar widerspiegelt. „Wir hatten uns viel vorgenommen für die zweite Halbzeit und haben uns dann Stück für Stück weggerobbt mit der Deckungsarbeit und auch einfachen Toren“, sagte Wangens Coach, der nun mit seinem Team bis zum 17. August eine handballerische Zwangspause einlegen muss, weil die Argenhalle besetzt ist. Von Füßen hochlegen ist aber nicht die Rede. Bis dahin hat Müller sein Team mit Kraft- und Laufaufgaben versorgt.
Wir haben einen gesunden Konkurrenzkampf. Jeder will sich zeigen, gerade bei den jungen Spielern.MTG-Trainer Tobias Müller
Mit drei Testspielen und dem Roch-Cup ist die erste Phase des Sommertrainings beendet. Zeit für eine positive Zwischenbilanz, nach einem Remis gegen die HSG Ettlingen und zwei Siegen gegen den VfL Günzburg und HSG Dietmannsried/Altusried, sowie dem dritten Platz im Roch-Cup. Der Wangener Weg, mit Nachwuchs aus den eigenen Reihen die Lücken zu füllen, läuft nach sechs Abgängen vielversprechend. „Ich glaube einfach, dass der Umbruch und der Spielstil, den wir dadurch angepasst haben, dazu führt, dass die Jungs sich einen Ticken wohler fühlen. Wir haben einen gesunden Konkurrenzkampf. Jeder will sich zeigen, gerade bei den jungen Spielern“, resümiert Müller und betont auch: „Wir haben einfach auch eine Trotzstimmung, weil dieser Abstieg einfach unnötig war. Deswegen wollen wir zeigen, dass wir besser sind, als wir es letzte Saison gezeigt haben.“
Aaron Mayer wieder im Training
Vielversprechend ist auch der Blick auf die zweite Phase im Sommertraining mit zwei Turnieren und einem Testspiel. Dann wieder mit Max Weber, der gesundheitlich in Weinsberg und Dietmannsried pausieren musste, und Nils Hindelang am Kreis. Auch Aaron Mayer steht wieder im Training und hat bereits dosierte Einsätze hinter sich. „Handballerisch hat die Pause ihm nicht geschadet“, bestätigt Müller und freut sich auf die zweite Phase. „Das sind Spieler, die uns schon auf ein anderes Niveau heben, insbesondere in der Breite und in der Entlastung der jungen Spieler, die Schwankungen haben und das auch haben dürfen. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung, und das ist das, was für mich zählt.“