MTG Wangen: Pech und Pannen beim verpassten Punkt

tmb 17 18MTG-Handball(04.02.2018) Von Uli Coelius - Wangens Handballer verlieren Kellerduell in der Württembergliga bei der SG Herbrechtingen-Bolheim mit 28:29 -Nur 15 Sekunden haben den Wangener Handballern am Samstagabend gefehlt, wenigstens das dritte Remis in Folge zu erreichen. Doch erwies sich Gastgeber SG Herbrechtingen-Bolheim im heiß umkämpften Kellerduell der Württembergliga Süd letztendlich um Wimpernschläge glücklicher. Als Pechvogel quittierte die MTG somit schweren Herzens ein bitteres 28:29 (16:15).

Sogar Sandro Jooß, Coach der Gastgeber, hätte sich nach einhelliger Meinung trotz der prekären Ausgangslage beider Abstiegsaspiranten wohl mit einem Unentschieden anfreunden können. Zumal die MTG besonders in der ersten Hälfte eine sichtbare Überlegenheit demonstrierte. „Wir hätten zur Pause mindestens mit fünf bis sechs Toren führen müssen“, erkannte Wangens Trainer Markus Rosenwirth. „Doch wenn du unten stehst, dann geht der eine oder andere Ball eben nicht ins Tor, sondern springt vom Innenpfosten zurück ins Feld.“ Aufseiten Wangens trafen Linksaußen Robin Straub (sieben Treffer) und Torjäger Marc Kuttler (6) noch am besten.

Markus Rosenwirth wehrte sich jedenfalls vehement dagegen, irgendeinen plausiblen Grund für die schleierhafte Niederlage zu suchen: „Wir haben unsere Sache gut gemacht, was die Leistungen sowohl in Abwehr als auch im Angriff anbelangt.“ Es dürfte freilich permanent zu hinterfragen sein, warum es der MTG so unglaublich schwer fällt, in den entscheidenden Augenblicken da zu sein. „Wir haben den Sieg liegen lassen, weil wir in wichtigen Momenten versagten“, gesteht der MTG-Coach. „Es liegt daher allein an uns, den Klassenerhalt noch zu schaffen.“ Der Optimismus bleibt, obwohl es weh tut, gegen die SG Herbrechtingen-Bolheim am inzwischen 17. Spieltag die bereits zehnte Pleite hinnehmen zu müssen. Ins Bild passt, dass die MTG knapp 15 Sekunden vor Schluss noch einen Treffer durch Elia Mayer zum Punktgewinn hätte markieren können.

„Wir waren nahe dran“, weiß Markus Rosenwirth nach dem 26:30 im Hinspiel und dem überraschenden 28:29. „Es geht ausschließlich ums Erfolgserlebnis der Mannschaft“, beteuert der MTG-Coach. „Wir befinden uns weiterhin auf einem guten Weg.“

Unbestritten aber bleibt: Die MTG Wangen steht weiter am Abgrund.

MTG: Kucera, Nerger (beide Tor); Straub (7), Kuttler (6), Elia Mayer (5/2 Siebenmeter), Bächle, Lukas Paul, Staudacher (je 3), Fischer (1), Bader, Kilian, Kruzinski, David Paul, Schnitzer. Bester SG-Torschütze: Albrecht (9/4). Zuschauer: 300.

 

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